Grill und Grillplatz selber bauen

Ob Steingrill, Pizzaofen, eine Feuerstelle oder ein Grillkamin als Bausatz aus dem Baumarkt, es gibt einige Dinge, die man beim Aufbau unbedingt beachten sollte, damit dem nächsten Grillrezept nichts im Wege steht.

Man kann zwar auch die klassische Variante in Form eines Kugelgrills, Gas- oder elektrischen Grills wählen, viel gemütlicher erscheint jedoch alles, mit einem traditionellen, schmucken Grill aus Ziegelstein oder Naturstein, der sich perfekt seiner Umgebung anpasst und das Ambiente untermalt. Hier kann man dann ein richtiges Lagerfeuer entfachen, welches nicht nur für eine einmalige Lagerfeuerromantik sorgt und ein warmes Flair im Garten verbreitet, sondern auch den richtigen Ort bietet, um an warmen Tagen oder Abenden eine Grillparty steigen zu lassen.

Bei der Auswahl der „Grillform“, sollte man nicht nur an die eigenen geschmacklichen Vorlieben denken, sondern in erster Linie an die Funktionalität. Einen Grill und Grillplatz selber bauen, geht ganz einfach. Wer sich für einen Grillkamin aus Klinkerstein oder als Bausatz entscheiden sollte, hat folgendes bezüglich der Vorarbeiten für den Grillaufbau zu beachten:

1. Boden ebnen

An Stelle der Klinkersteine kann man freilich auch Pflastersteine, Granit- oder Bruchsteine verwenden, die in verschiedenen Formen und Größen zur Verfügung stehen, und sich der Grillplatz somit an den eigenen Geschmack anpassen lässt. Zuerst gilt es die geeignete Stelle für den Aufbau zu finden, nach Möglichkeit fernab von Büschen, Bäumen, Zäunen und dem Nachbargrundstück, um Ärger zu vermeiden, und vor allem damit Funken oder kleine Glutteilchen keinen Schaden anrichten oder gar einen Brand verursachen können.

Nun wird der Boden geebnet. Ein ebener Untergrund ist das A und O, denn davon hängt der Ausgang des Aufbaus ab, und damit der Grillplatz am Ende nicht schief dasteht.

Hat man sich für einen Bausatz entschieden, kann man die Maße der benötigten Fläche der Bauanleitung des Grills entnehmen und diese etwa 20-30 cm tief ausnehmen. Die Standfläche sollte zudem 20 cm länger und breiter als die Stellfläche des Grills sein. Danach wird die Aushebung entweder mit sämigen Mörtel gefüllt oder man kann auch Bodenplatten verwenden und diese in ein ebenes Bett aus feiner Erde einlegen.

2. Den Grillplatz mauern, beziehungsweise den Bausatz zusammenbauen

Durch das Vermauern der Steine wird eine stabile Verbindung gegeben, die dafür sorgt, dass der Grillplatz lange währt und die Steine nicht verrutschen. Für das Mauern wird der Zementmörtel nach Herstellerangabe angemischt und die Steine auf die Fundamentplatte oder in die ausgehobene Grube gesetzt. Zwischen die Steine wird eine ca. 5 cm dicke Mörtelschicht gesetzt, daraufhin werden die Steine soweit aneinandergeschoben, bis nur noch eine 1 cm breite Fuge verbleibt. Den überschüssigen Mörtel einfach mit der Kelle abnehmen und für den nächsten Stein verwenden. Die darauffolgende Steinreihe wird genauso gemauert, nur wird hier noch eine Mörtelschicht zwischen die bereits vermauerte und die neu anzusetzende Reihe gegeben und, um eine halbe Steinlänge versetzt (Halbverband), gemauert. Um gleich breite Fugen zu bekommen, kann man ein Holzbrettchen als Hilfsmittel verwenden. Hat man die gewünschte Höhe (etwa 1 m) erreicht, wird die Grundfläche der Feuerstelle verbaut.

Die Grundfläche der Feuerstelle kann man mit Hilfe von Fensterstürzen herstellen, die man mit einem kleinen Abstand zueinander setzen sollte, damit der Grill später auch gut zieht. Daraufhin wird weiter auf den Stürzen gemauert und die Feuerstelle eingerahmt.

Um den Rost einzusetzen, werden in drei Steine entsprechend Löcher gebohrt und die Rosthalterung montiert.

3. Fugen nacharbeiten

Zum Schluss kann man die Fugen noch etwas nacharbeiten. Dazu kann man einen angefeuchteten Handfeger oder Pinsel verwenden und über die Fuge streichen.

Zum Schluss noch einige Hinweise:

  • Bei Verwendung eines Bausatzes sollte man zum Verbinden der einzelnen Teile, den in der Bauanleitung vorgegebenen Mörtel oder Kleber verwenden.
  • Wird das Fundament aus Mörtel (Zement und Sand mit dem Mischungsverhältnis 1:5 hergestellt) sollte man, um Risse zu vermeiden, die Oberfläche drei Tage lang mit Wasser immer wieder befeuchten, bis das Fundament letztendlich ausgehärtet ist.
  • Auf die Stürze kommt noch ein Sandbett, in das die Klinkersteine lose verlegt werden. Man sollte hierfür keinen Mörtel verwenden, da sich durch die Hitze die Fugen dehnen und die Steine voneinander sprengen würden.
  • Außerdem sollte man beim Mauern auch an den Windschutz denken und dementsprechend ein bis zwei Reihen Klinkersteine weiter aufsetzen.

Mehr Infos zum Thema gibt es hier.